Förderkreis Schweriner
Dom e.V.
Für die Paradiespforte gesammelt
Zur 11. Schweriner Domtafel kamen mehr als 100 Gäste in die Thomaskapelle
Artikel von Christian Koepke aus der SVZ
vom 23.01.2006
Schwerin • Mehr
als 100 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur haben an der
11. Domtafel teilgenommen. Der Erlös des Benefiz-Essens in
der Thomaskapelle in Höhe von rund 5000 Euro soll für
die Sanierung der Paradiespforte des Doms verwendet werden. Gastredner
des Abends war SVZ-Chefredakteur Thomas Schunck.

Förderkreis-Vorsitzender Jost Mediger, Pastor Albrecht
Martins, Gerlinde Haker und SVZ-Chefredakteur Thomas Schunck
(v.l.) |
Zum Essen bei Musik und Kerzenschein eingeladen hatte wie in jedem
Jahr der Förderkreis Schweriner Dom. "Unser Förderkreis
lebt und findet Resonanz in der Stadt", betonte der Vorsitzende Dr.
Jost Mediger. Er freute sich über die große Zahl der Gäste
in der Thomaskapelle genauso wie Pastor Albrecht Martins: "Als Wahrzeichen
der Stadt braucht der Dom Menschen, die ihn begleiten", so Martins,
der ausdrücklich das Engagement des Förderkreises würdigte.

Die Paradiespforte vor der Sanierung |
Rund 300.000 Euro hat der 1992 gegründete und
180 Mitglieder starke Verein bislang für den Dom gesammelt.
Möglich geworden seien dadurch unter anderem die Sanierung
des Cornelius-Fensters, des Triumphkreuzes, der Tauffünte,
des Loste-Altars und der Taufkapelle, berichtete die stellvertretende
Förderkreis-Vorsitzende Gerlinde Haker. Der Erlös der
diesjährigen Domtafel soll der so genannten "Paradiespforte"
zugute kommen. Sie gilt als das letzte Überbleibsel des spätromanischen
Vorgängerbaus des jetzigen Doms und stammt wahrscheinlich aus
der Zeit vor 1249.
Er habe die Einladung zur Domtafel gerne angenommen,
sagte SVZ-Chefredakteur Thomas Schunck. Dabei erinnerte er auch
an das von unserer Zeitung präsentierte Benefiz-Konzert zugunsten
der Ladegast-Orgel des Doms im Oktober vergangenen Jahres. Seinen
Vortrag stellte Schunck unter das Thema "Die vierte Gewalt oder
die Macht der Medien". Weder verfassungsrechtlich noch tatsächlich
sei der Begriff der vierten Gewalt gerechtfertigt, erklärte der
Chefredakteur: "Gute Journalisten versuchen nicht, Einfluss auf
Entscheidungen zu nehmen." Die "Macht der Medien" sei vielmehr eine
"Macht der Wahrheit und Glaubwürdigkeit", so Schunck.

Das "Trio double" |
Das "Trio double" sorgte mit Schlagern aus den 1930er-
und 1940er-Jahren für die musikalische Unterhaltung in der Thomaskapelle.
Bewirtet wurden die Gäste der Domtafel in gewohnter Weise von Tjark
Brinkama und seinem Team. Neben weiteren Sponsoren unterstützten
auch in diesem Jahr wieder Soldaten der Bundeswehr das Essen für
den guten Zweck.
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