Partnerschaft mit der Pare-Diozese in Tansania
Besuche in Mecklenburg und Hamburg
 Im September 2011 waren der neue Bischof der Pare-Diocese, Charles Mjema, und sein Stellvertreter, Timothy Msangi, bei uns in Mecklenburg zu Besuch. Einen Tag waren sie auch Gast in der Domgemeinde. Monica
Tezura aus Ishinde - in dem Dorf unterstützen wir den
Kindergarten - war in der Melanchthongemeinde in Hamburg zu
Besuch. Gerlinde Haker traf sich dort mit ihr. Eine gute Gelegenheit,
eine Weihnachtsspende mitzugeben! 
Neuigkeiten Am 10. Oktober 2010 wurden der neugewählte Bischof der Pare-Diözese Charles Mdeme und der stellvertretende Bischof Timothy Msangi in ihr Amt eingeführt. Dazu flog auch eine landeskirchliche Delegation nach Tansania. Anschließend war ich wieder Gast in verschiedenen Frauengruppen der Gemeinden in den Pare-Bergen und der Massaisteppe: vor allem Kindergärten wurden mir gezeigt, die es nötig haben unterstützt zu werden: In dem Massaigebiet: 60 bis 70 kleine Mädchen und Jungen, die sich mit zwei Lehrerinnen jeden Tag unter einem Dornenbusch treffen – sonst ist da noch kein Raum für sie. Ohne Spielzeug, auch ohne Ugali – Maisbrei zum Mittag. Ähnlich in einem kleinen Ort nahe Same: in dem kleinem Kirchgebäude treffen sich mehr als 50 Kleine, sie kommen mit leerem Magen, aber trotzdem fröhlich verbringen sie gemeinsame Stunden...

...
und bekommen dank der Frauen- initiative SAWODE in Same mittags einen
Becher Brei. Auch sie haben kein Spielzeug, keine Bücher u.ä. Ich
versprach im Namen der Dom- Initiative über Hilfe nachzudenken. Es ist
wenig, was da nötig ist – lassen Sie sich ermuntern, ab und an eine
Spende für Kinder und Jugendliche und Frauen zu geben. Unser vor
einigen Jahren mit der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und
Entwicklung finanziertes Wasserprojekt auf dem Gelände der
SAWODE-Frauen- Initiative ist „zum Segen für ganz Same und Umgebung“
geworden. Viele Menschen kommen täglich von 6 Uhr früh bis abends 8 Uhr
und holen sich Wasser – an einem Tag zählte ich mehr als 1000 Kanister.
Außerdem wachsen da Gemüse, Obst und z.Z. sind da 11 Frauen und Männer
angestellt. Sawode ist die ergiebigste Wasserentnahmestelle in Same.
Die Menschen schicken Grüße und ein Asante sana nach Schwerin und beten
für uns.
Gerlinde Haker
"Neuer Bischof an der Spitze von Mecklenburgs Partnerkirche" (Artikel entnommen der MPKZ Nr.44 vom 31.10.2010, S.6)
„Wir helfen vielen Menschen“
(Artikel in der SVZ, 29. Juli 2009)
Schweriner Domgemeinde fördert weiteres Wasserprojekt in Tansania
Der Brunnen ist bereits gebohrt, es
fehlen noch die Solar-Pumpe und das
weitere Zubehör – die Schweriner
Domgemeinde fördert in der Pare-Diözese
im Nordosten Tansanias ein neues
Wasserprojekt. Diesmal sollen eine
Gruppe von Männern und ihre Familien,
aber auch viele andere Menschen
aus der Umgebung in den Genuss des
kostbaren Nasses kommen.
April und Mai – das sind eigentlich die
Monate der großen Regenzeit in Tansania.
Aber in diesem Frühling fiel so gut wie gar kein Wasser vom Himmel. „So schlimm wie in
diesem Jahr war es noch nie“, sagt Gerlinde Haker. Die Mitarbeiterin der Schweriner
Domgemeinde bereist regelmäßig auf eigene Kosten das afrikanische Land, hält Kontakt
zur Pare-Diözese im Nordosten Tansanias, der die Mecklenburgische Landeskirche seit
mehr als 20 Jahre partnerschaftlich verbunden ist.
Zur
Pare-Diözese, direkt an der Grenze zu Kenia, in Sichtweite zum
Kilimandscharo, gehört auch die Stadt Same, die Gerlinde Haker jetzt
wieder besucht hat. „Tag und Nacht stehen die Menschen an den zehn
Wasserstellen in der Stadt an“, berichtet Haker. Um so glücklicher
seien die Mitglieder der Sawode-Frauengruppe, dass sie einen eigenen
Brunnen hätten.
„Sawode“ steht für „Same Women Development“. Und dass sich die
Frauen über ihr Wasser keine Gedanken
machen müssen, verdanken
sie der Schweriner Domgemeinde,
der Landeskirche und der Norddeutschen
Stiftung für Umwelt und
Entwicklung. Gemeinsam finanzierten
sie den Bau eines Brunnens
mit allem Zubehör. „Im Sawode-Gebiet grünt und blüht es“, erzählt
Haker. Kartoffeln, Paprika, Zwiebeln
und Tomaten gedeihen vor Ort
prächtig.
Gemeinde will noch rund
2000 Euro sammeln
Das könnte bald auch an anderer
Stelle der Fall sein, denn es gibt
schon Pläne für das nächste große
Wasserprojekt bei Same, von dem
eine Gruppe von Männern und ihren
Familien profitieren sollen. „Der
Brunnen in 120 Metern Tiefe ist
bereits gebohrt“, sagt Gerlinde
Haker. Solar-Pumpe und Wassertank
müssen allerdings noch angeschafft
werden. 8000 Euro habe die Norddeutsche
Stiftung für Umwelt und Entwicklung schon bereitgestellt, 2000 Euro kämen
von der Domgemeinde. „Wir hoffen aber noch auf etwa 5000 Euro von der Stiftung und
müssen selbst noch einmal rund 2000 Euro aufbringen“, so die Gemeindemitarbeiterin, die
eindringlich für das Projekt wirbt: „Wir helfen damit vielen Menschen.“
In der Vergangenheit förderte die Schweriner Domgemeinde in Tansania übrigens nicht nur
Brunnen- oder andere Bauprojekte. So übergab Gerlinde Haker bei ihren Besuchen auch
schon Spenden, um jungen Frauen das Studium oder Kindern den Schulbesuch zu finanzieren
(wir berichteten). In
den Genuss der Unterstützung
kamen dabei auch
Bewohner der angrenzenden
Massai-Steppe, bei denen
Haker in diesem Jahr ebenfalls
zu Gast war.
Wer die Mitarbeiterin der
Domgemeinde bei ihren
Aktivitäten in Afrika unterstützen
möchte, erreicht sie
im Gemeindebüro am Dom
bzw. unter der Telefonnummer
0385 -5810824.

Neues Brunnenprojekt geplant - Schweriner Domgemeinde unterstützt Partner-Diözese in Tansania
Artikel
aus der SVZ vom 29.12.2008 von Christian Koepke

SCHWERIN
- Kartoffeln, Tomaten, Paprika, Möhren, Spinat - die Mitglieder der
Sawode-Frauengruppe bauen viele Sorten Gemüse an. Bislang mussten sie
sich ihr Wasser immer aus der benachbarten Stadt Same holen. Doch nun
ging ein Traum in Erfüllung: Die Sawode-Frauen besitzen einen eigenen
Brunnen mit Pumphaus und allem Zubehör - der Schweriner Domgemeinde und
der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung sei Dank.
"Sawode"
steht für "Same Women Development". Die 20 000-Einwohner-Stadt Same
gehört zur Pare-Diözese im Nordosten von Tansania, direkt an der Grenze
zu Kenia, in Sichtweite zum Kilimandscharo. Bereits seit mehr als 20
Jahren gibt es partnerschaftliche Beziehungen der Mecklenburgischen
Landeskirche in diese Region. Für die Domgemeinde hält Gerlinde Haker
den Kontakt nach Tansania, schon zum neunten Mal bereiste sie jetzt das
Land - auf eigene Kosten. "Gemeinsam mit der Norddeutschen Sitzung
für Umwelt und Entwicklung haben wir als Domgemeinde in der
Vergangenheit zum Beispiel dafür gesorgt, dass die Sawode-Mitglieder
einen Zaun um ihr Gelände ziehen konnten", berichtet Haker. Darüber
hinaus seien ein Wirtschafts- und ein Kirchengebäude sowie Toiletten
gebaut worden.
2007 wurde schließlich der Brunnen in 120 Metern Tiefe angelegt (wir
berichteten), doch es fehlten zunächst noch die weiteren technischen
Anlagen. "In diesem Jahr konnte das Projekt abgeschlossen werden", so
Haker. Insgesamt vier Wassertanks gebe es nun, zwei auf dem
Sawode-Gelände, das gegenwärtig etwa zehn Frauen und ihre Familien
nutzten, und zwei am Eingang zum Gebiet für andere Bewohner von Same.
Gut
26 000 Euro kostete das ehrgeizige Brunnenprojekt. Fast 18 000 Euro
stellte allein die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung zur
Verfügung. 2000 Euro spendierte die Landeskirche, genauso viel brachten
die Sawode-Frauen als Eigenanteil auf. "Die Tansania-Initiative der
Domgemeinde unterstützte das Projekt mit 3000 Euro", erklärt Haker.
Dazu kämen noch Sponsoren-Gelder. Doch die Domgemeinde fördert in
Tansania nicht nur Bauvorhaben. Bei ihrem jüngsten Besuch in der
Pare-Diözese übergab Gerlinde Haker auch eine Spende, um jungen Frauen
ihr Studium und Kindern den Schulbesuch zu finanzieren. "Mit dem Geld
aus dem Konfirmationsgottesdienst im Dom und den Einnahmen von unserem
Büchertisch im Hohen Chor helfen wir aber unter anderem auch Frauen in
der angrenzenden Massai-Steppe", so Haker.
Von dem nächsten großen Wasserprojekt bei Same sollen nun eine Gruppe
von Männern und ihre Familien profitieren. "Der Brunnen ebenfalls in
120 Metern Tiefe ist schon gebohrt", sagt Gerlinde Haker, die wieder
auf die Unterstützung der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und
Entwicklung zählt. "Diesmal wollen wir eine Solar-Pumpe anschaffen",
betont sie.
Wer die Mitarbeiterin der Domgemeinde bei ihren Aktivitäten
unterstützen möchte, erreicht sie unter der Telefonnummer 0385-5810824.
Geld für Projekte in Tansania wird traditionell auch am Silvesterabend
gesammelt, wenn von 21 Uhr an Orgelmusik und Texte zum Jahresausklang
im Dom zu hören sind.
Das Wasser sprudelt schon – Schweriner Domgemeinde
hilft Frauen in Tansania beim Bau eines Brunnens
Artikel
aus der SVZ vom 29.07.2007 von Christian Koepke
Im Nordosten von Tansania, direkt an der Grenze zu
Kenia, in Sichtweite zum Kilimandscharo, liegt die Pare-Diözese,
zu der die Mecklenburgische Landeskirche seit mehr als 20 Jahren
partnerschaftliche Beziehungen unterhält. Im Süden beginnt
die Massai-Steppe.
"Seit Jahren hat es in der Region nicht genug geregnet",
sagt Gerlin de Haker, Mitarbeiterin der Schweriner Domgemeinde,
die die Gegend regelmäßig bereist. Sie hält auch
den Kontakt zur Sawode-Frauengruppe, die sich am Rand der 20 000-Einwohner-Stadt
Same eingerichtet hat. "Sawo de" steht für "Same
Women Developement".
Etwa zehn Frauen und ihre Familien leben gemeinsam auf einem Stück
Land, bauen Obst und Gemüse an. Mit Hilfe der Norddeutschen
Stiftung für Umwelt und Entwicklung hat die Domgemeinde bereits
dafür gesorgt, dass die Sawode-Mitglieder einen Zaun um ihre
Gelände ziehen konnten. Außerdem wurden ein Wirtschaft-
und ein Kirchengebäude sowie Toiletten gebaut. Ihr Wasser mussten
sich die Frauen bisher aus der Stadt holen "Es gab auf dem
Sawode-Gebiet mal einen großen Fischteich, aber der ist schon
lange ausgetrocknet", berichtet Gerlinde Haker.
Doch seit kurzem sprudelt das Wasser bei den Sawode-Frauen. 120
Meter tief wurde für den Brunnen gebohrt, der die Bewohnerinnen
künftig mit dem kostbaren Nass versorgen soll. "Das Pumphaus
und weitere technische Anlagen müssen noch gebaut werden",
sagt Gerlinde Haker. Aber der Anfang sei gemacht.
Insgesamt gut 26000 Euro kostet das Brunnenprojekt. Knapp 18000
Euro stellt wiederum allein die Norddeutsche Stiftung für Umwelt
und Entwicklung zur Verfügung. 2000 Euro spendiert die Landeskirche,
genauso viel bringen die Sawode-Frauen an Eigenanteil auf. "Die
Tansania-Initiative der Domgemeinde unterstützt das Projekt
mit 3000 Euro", betont Gerlinde Haker. Dazu kämen noch
Sponsoren-Gelder.
Mit dem neuen Brunnen können die Sawode-Mitglieder ihre Felder
künftig richtig bewässern. Dementsprechend groß
ist die Freude bei den Frauen und ihren Familien. Mehr noch: Es
sollen auch Wasserleitungen zur Kirchenherberge und zum Kindergarten
in Same verlegt werden. "Ganz viele Bewohner profitieren damit
von dem Projekt", so Haker. Sie hat schon das nächste
Brunnenprojekt im Kopf hat. Wer Gerlinde Haker bei ihren Bemühungen
unterstützen möchte, kann sie erreichen unter der Telefonnummer
0385-5810824.
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